Archiv der Kategorie: Meer&Strand

Tag 4 bis 9 Pt. 2- Koh Tao, die Insel

Auf Koh Tao stand – wie bereits im vorangegangenen Beitrag erwähnt – der Tauchkurs im Vordergrund. Dennoch war mein ursprünglicher Plan, auch die Insel ein bisschen zu erkunden. Leider musste ich vor Ort erkennen, dass das aus zweierlei Gründen gar nicht mal so einfach ist, wie gedacht.
Zum einen – und eigentlich ist das ein ziemlich toller Grund – ist Koh Tao im Vergleich zu Koh Phangan und Koh Samui noch sehr dürftig ausgebaut. Will heißen, dass die meisten Wege reinste Schotterpisten sind und damit nicht genug sind die dann auch noch extrem steil und eher Fortgeschrittenen-Niveau. Es gibt hin und wieder sehr mutige Menschen, die sich in einer der vielen Leihstationen einen Roller leihen und dann im Schneckentempo von einer Bucht zur nächsten wackeln. Zu denen zähle ich aber eher nicht, weil ich keinerlei Vorerfahrungen habe und ganz bestimmt nicht auf einer Insel wie Koh Tao damit beginne.
Das hieß also für mich, dass ich auf Taxen zurückgreifen musste. Das machte mir – auf einer Pick-Up-Ladefläche auch ziemlich großen Spaß, jedoch kostete das natürlich auch!!!

> einschieben muss ich an dieser Stelle, dass ich am LETZTEN Tag dann von den Sammeltaxen erfuhr … dazu kann ich leider nicht viel sagen, Blödheit tut aber auf jeden Fall ein bisschen weh  öhööööööm  <<

Nun ja und zum anderen hatte ich nicht erwartet, wie sehr so ein Tauchkurs schlauchen könnte. Ich war nach dem letzten Tauchgang des Tages meist ganz glücklich, mich einfach in eine Strandbar zu setzen, einen Shake zu schlürfen und etwas leckeres zu essen. Unglaublich! Aber immerhin sollte ein Urlaub auch ein bisschen entspannend sein und das hat an diesem Ort definitiv geklappt.

Ein paar Dinge haben wir dann aber dennoch unternommen. Beispielsweise sind wir am Tag bevor der Kurs starten sollte zur im Nordwesten der Insel gelegenen Nang Yuan Terrace gefahren. Dabei handelt sich um einen der Aussichtspunkte, die Koh Tao zu bieten hat. Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich von meinem Vorhaben die vorgelagerte Insel Koh Nang Yuan mit einem der vielen Boote zu besuchen, verabschiedet, weil mir dieser Ort bereits vom Catamaran aus viel zu überlaufen erschien. Die Nang Yuan Terrace bietet dazu eine echt tolle Alternative. Das am Aussichtspunkt gelegene Dusit Buncha Resort bietet nämlich dank seiner tollen Anlage die Möglichkeit, den Blick auf Nang Yuan bei einem Shake oder sonst etwas Kaltem zu genießen. Dort gibt es außerdem eine Leiter ins Wasser und man hätte direkt noch ein bisschen schnorcheln können.

     

> . . . übrigens: auf dem Weg zum Aussichtspunkt gibt es wohl auch noch einen Abzweig zu einer weiteren kleinen Attraktion auf der Schildkröten Insel, einem Wal Skelett, von dem keiner weiß, wie zum Geier es an diesen Punkt der Insel gelangt ist. Mir blutet ein wenig das Herzchen aber leider habe ich es mir nicht anschauen können, weil unser Taxifahrer etwas unkooperativ war. . . <

Am letzten Abend auf Koh Tao kam ich dann noch zu einem echt tollen Thailand-Moment. Genau so hatte ich es mir von Deutschland aus ausgemalt! Ein Sundowner auf gemütlichen Kissen in einem windigen Baumhaus mit gutem Thai-Essen, einem leckeren Shake und  entspannter Musik! Zu diesem Abend kam ich am Sai Nuan Beach 1 in der Banana Rock Bar! Leute! Wenn ihr auf Koh Tao seid, dann müsst ihr da unbedingt vorbei. Wirklich toll. Das Taxi ließ uns an einem etwas höher gelegenen Punkt raus, weil die Straße danach echt übel wurde. Zu Fuß war das aber auch gar kein Problem!

    

An dem Strand gab es auch echt tolle Bungalows (das Sai Thong Resort müsste das sein), die definitiv einen zweiten Blick wert wären. Echt toll!!!

    

Im Anschluss ließen wir uns – in Ermangelung eines Wassertaxis – wieder von einem Taxi am vorherigen Punkt abholen, welches wir übrigens problemlos in einem der Resorts am Strand rufen konnten.
Danach ging es noch auf ein, zwei Drinks an Mae Haad vorbei zum Sairee Beach, der am Abend echt übervölkert ist. Lauter junge Leute, gute Musik (wenn auch etwas verwirrend, da in jeder Bar eine andere) und eine Menge Feuershows!!! Auf dem Weg zum Strand kann man außerdem auch noch ein bisschen Shoppen oder sich von kleinen Fischen die Füße weich kauen lassen. Habe selten so gelacht, weil ich ein absolutes Problem mit unkontrollierbaren Berührungen an meinen Füßen habe. Das war ein bisschen wie Folter und ich brauche das auch nicht so Bald wieder. Haha!
  

Am letzten Tag und nach einem wunderschönen letzten „Flug“ durchs Riff hieß es dann Abschied nehmen von der Calypso-Crew. Da war auf jeden Fall ein bisschen Wehmut im Spiel aber natürlich auch genügend Vorfreude auf Koh Phangan.
Es ging zurück nach Mae Haad, wo sich das Lompraya Pier befindet. So unproblematisch wie auch schon bei der Anreise ging es auch hier wieder! Tickets gekauft und dann eben auf den Catamaran warten.

Ach Koh Tao!!!! Dich werde ich sicher nicht zum letzten Mal besucht haben! Auf ganz Bald!

Tag 4 bis 9 Pt. 1- Koh Tao: Open Water Tauchschein in der Tanote Bay

Von vorn herein war klar, die Zeit auf Koh Tao würden wir vordergründig für den Tauchkurs in der deutschen Tauchschule Calypso nutzen. Und mit diesem Plan liegt man auf einer kleinen Insel wie der Schildkröten-Insel, die als einer DER Tauchspots im Golf von Thailand schlechthin gehandelt wird, voll im Trend! Im Vorfeld stand ich bereits per Mail mit den Ansprechpartnern der Schule in Verbindung, um Ihnen unser etwaiges Ankunftsdatum mitzuteilen. Über diesen Kontakt konnten wir auch direkt unseren Bungalow im Family Tanote Bay Resort reservieren – super praktisch!
img_0533 Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich bereits von Deutschland aus informiert. Meine beste Freundin hatte außerdem bereits letztes Jahr das Vergnügen und war total begeistert! Insofern fiel mir die Wahl der Schule nicht besonders schwer.
Für 11.000 THB – umgerechnet sind das in etwa 270€ – sollten wir nach 3 1/2 Tagen Lehrgang den CMAS 1 Stern Tauchschein in den Händen halten. Ich war mehr als gespannt. Am 06.04. sollte es dann losgehen – und zwar erst einmal mit Theorie. Ist natürlich schwer, sich bei dem geilsten Wetter und vor überwältigender Kulisse auf Fakten zu konzentrieren aber Haik unsere Tauchlehrerin hat das wirklich super gemacht. Im übrigen fand ich es sehr beruhigend zu wissen, dass die Schule wert darauf legt, Wissen persönlich zu vermitteln und nicht – wie viele andere es inzwischen wohl tun – den ‚Theoriekram‘ über die Vorführung eines Lehrvideos abwirtschaften. Es schön, als läge es allen Teammitgliedern am Herzen, ihren Schülern eine Sichtweise auf den Tauchsport – seine tollen aber eben auch gefährlichen Seiten und vor allem auch die Verantwortung unsererseits für die Erhaltung natürlicher Lebensräume, in die wir da eindringen, mitzugeben! Dieses Verantwortungs-bewusstsein und die Leidenschaft für diesen Sport hat mich und auch alle anderen Einsteiger sehr mitgerissen und begeistert!
Nachdem wir nun also den ersten Tag zur Hälfte mit der Theorie verbrachten, durften wir dann um die Mittagszeit herum das erste Mal in voller Montur ins Wasser. Im ersten Moment war es total seltsam, über den Regulator zu atmen aber man gewöhnt sich recht schnell dran finde ich! In den Folgetagen teilte es sich ähnlich auf wie am ersten! Erst Theorie, dann ging es mal 2- oder 3 Mal ins Wasser. An Tag 3 schrieben wir dann noch einen kleinen multiple Choice Test und Tag 4 drehten wir eine größere Runde durch das Hausriff!

Leute ich kann nichts mehr empfehlen als diesen Tauchkurs! Der war wirklich jeden Cent wert!

Tag 4 – reif für die Insel

Nach 3 Tagen in einer riesigen Stadt wie Bangkok die einen mit einer Jahresmitteltemperatur von 32 Grad mehr als nur den Schweiß auf die Stirn treibt, waren wir doch ziemlich froh über unsere Weiterreise gen Koh Tao. Bereits in Deutschland hatten wir bei Nok Air einen Flug nach Chumphon gebucht. Im Paket enthalten waren auch ein Transfer zum Lompraya Pier und die Fähre nach Koh Tao. Aber von vorn! Um kurz nach 3 Uhr morgens ging es für uns vom Hotel zum Don Muang Airport in Bangkok mit einer – oh mein Gott oh mein Gott oh mein Gott – Propellermaschine nach Chumphon. Ich verkneife mir mal das Wort Airport in Verbindung mit Chumphon. Habe selten einen so entspannten Flugplatz gesehen. Da wäre ich auch gern Lotse.

Im Vorfeld war mir etwas flau beim Gedanken an diese Transfer-Geschichte. Ich hatte mir den – nun sage ich es doch – ‚Airport‘ größer vorgestellt und machte mir Sorgen, dass wir zeitlich ins Straucheln kommen würden und die Fähre nicht schaffen! Aber weit gefehlt. Innerhalb weniger Minuten hatten wir unsere Rucksäcke und es war noch Zeit genug in bequemere und luftige Klamotten zu springen! Noch eben das W-Lan genutzt um zuhause in Deutschland ein Lebenszeichen zu geben und dann machten wir uns gemütlich auf den Weg hinaus in Richtung Parkplatz. Kaum dort angekommen würden wir auch schon abgefangen und zu einem Kleinbus gebracht, der sich doch tatsächlich als unser Transfer zum Lompraya Pier entpuppte. Also besser hätte das gar nicht klappen können und um kurz nach 8 Uhr -nach einer knappen Stunde Fahrt -erreichten wir den Ableger.      Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen wie großartig ich mich dort schon fühlte. Dieses Wetter! Dieses Wasser! Dieses Gefühl von absoluter Entspannung. Da störten uns auch die 5 Stunden Wartezeit nicht mehr, die sich aufgrund der schnellsten Abwicklung eines Transfers dem ich beiwohnen durfte, ergeben hatten.
Irgendwann – das müsste so gegen 12:15 Uhr gewesen sein – kam endlich der Katamaran und brachte all diese unwahrscheinlich braun gebrannten Menschen von den Inseln und – das typische bunte Bändchen am Rucksack, welches unsere Zielinsel kenntlich machte – duften wir schließlich rauf aufs Boot! Von der ungefähr zweistündigen Fahrt bekam ich peinlicherweise nur eine 30 Minuten mit und danach schlief ich ein! Es gibt Menschen denen vom Wellengang schlecht wird … Ich schlafe ein. Nun ja. Habe mir schwören lassen, dass es sowieso nichts mehr zu sehen gab. Glaube das mal! Als Koh Tao aber in Sicht war, wich auch meine Müdigkeit.

Bevor wir am eigentlichen Pier auf Koh Tao anlegten, machte der Katamaran noch einen Stopp bei der vorgelagerten Insel Koh Nang Yuan, die wahrscheinlich jeder schon auf irgendeiner Karte gesehen hat. Eine Sandbank in Türkis blauem Wasser, die 2 kleine Berge miteinander verbindet… Also ich muss sagen, als ich den Ort dann sah, fand ich ihn – überlaufen von tausenden Menschen – gar nicht mehr so paradiesisch wie auf den vielen Bildern im Internet. Dort jedenfalls stiegen gefühlte Hundertschaften zu und es ging weiter zum Pier von Koh Tao, wo uns weitere Hundertschaften an Taxifahrern auflauerten. Es fühlte sich ein wenig nach Viehtrieb an. Mit einem fuhren wir zur Tanote Bay! Abenteuerlich! Auf der Ladefläche eines Geländewagens (ohne die geht auch nichts dort!!!!) ging es steil nach oben und steil hinunter. Kurzzeitig war ich mir nicht sicher, ob ich das Meer auf der anderen Inselseite noch erblicken würde aber no risk no fun oder wie sagt man?      Die Bucht haben wir uns übrigens aus einem ganz bestimmten Grund ausgesucht! Dort findet sich nämlich die deutsche Tauchschule ‚Calypso‘, in welcher wir den CMAS 1* Open Water Schein machen wollten. Ich hatte bereits aus Deutschland Kontakt mit den Guides aufgenommen und da angekommen verabredeten wir den nächstmöglichen Starttag. In 2 Tagen sollte es losgehen!

Ein bisschen Meer zuhause

Da ich bei jedem Besuch am Meer nicht davon ablassen kann, Muscheln und andere Strandfunde mit nachhause zu schleppen, war es allerhöchste Zeit meinen Funden einen angemessenen Platz zu geben. Die Idee entspringt meiner geheimen Vorliebe für Windspiele aller Art. Ich liebe es, irgendwo zu liegen – am liebsten an warmen Sommertagen – und dem trägen Klimpern eines Windspiels zu lauschen, dessen Einzelteile durch einen schwachen Windzug einander berühren. Das hat so etwas ganz leichtes und entspannendes für mich. Macht mir gleich noch mehr Lust auf den Sommer, wenn ich darüber nachdenke. Nun aber erstmal Frühling, nur nichts überstürzen. Das Windspiel ist dennoch auch jetzt schon willkommen.

Nun kurz zum Zubehör – du brauchst:

  • einen runden Gegenständ, an dem du alles befestigen kannst. Ich habe in diesem Fall einen Ring aus Styropor genommen. Die gibts im bastelbedarf. Habe aber auch schon alte, ausgediente Traumfänger verarbeitet oder aus Draht selbst einen Ring erstellt. Deiner Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.
  • Bindfaden
  • eventuell – und wie in meinem Fall – dicke Fäden/ Wolle um den Haltering zu verdecken.
  • Muscheln/ hängbares Strandgut

Zum eigentlichen Bastelprozess ist gar nicht viel zu sagen. Nachdem ich meine einzelnen Hängerchen aus Muscheln und Strandgut an den Ring geknotet hatte, habe ich mich daran gemacht, ihn mit Wolle und einem dicken Bindfaden zu verden. Dieses Doppel ist eigentlich aus der Not heraus entstanden, dass ich nicht genug von einer Sorte Schnur hatte. Aber am Ende gefiel es mir so auch sehr gut.

So! Das wars auch schon! Um nicht noch mehr Löcher in die Zimmerdecke zu machen (2 gingen dieser Aktion voran, aber nichts wollte halten) habe ich mich entschieden, einfach einen Haken in einen der Gardinenhalter zu stecken und es so aufzuhängen. Eigentlich auch viel praktischer, so kann man das Ganze beliebig verschieben.
Hier noch ein paar Bilder. Wie stehts bei euch? Habt ihr auch so einen Sammeltick? Auch Muscheln? Oder Steine? Lasst es mich gern wissen.

Alles Liebe und bis Bald!