Archiv für den Monat Juni 2016

Tag 4 bis 9 Pt. 2- Koh Tao, die Insel

Auf Koh Tao stand – wie bereits im vorangegangenen Beitrag erwähnt – der Tauchkurs im Vordergrund. Dennoch war mein ursprünglicher Plan, auch die Insel ein bisschen zu erkunden. Leider musste ich vor Ort erkennen, dass das aus zweierlei Gründen gar nicht mal so einfach ist, wie gedacht.
Zum einen – und eigentlich ist das ein ziemlich toller Grund – ist Koh Tao im Vergleich zu Koh Phangan und Koh Samui noch sehr dürftig ausgebaut. Will heißen, dass die meisten Wege reinste Schotterpisten sind und damit nicht genug sind die dann auch noch extrem steil und eher Fortgeschrittenen-Niveau. Es gibt hin und wieder sehr mutige Menschen, die sich in einer der vielen Leihstationen einen Roller leihen und dann im Schneckentempo von einer Bucht zur nächsten wackeln. Zu denen zähle ich aber eher nicht, weil ich keinerlei Vorerfahrungen habe und ganz bestimmt nicht auf einer Insel wie Koh Tao damit beginne.
Das hieß also für mich, dass ich auf Taxen zurückgreifen musste. Das machte mir – auf einer Pick-Up-Ladefläche auch ziemlich großen Spaß, jedoch kostete das natürlich auch!!!

> einschieben muss ich an dieser Stelle, dass ich am LETZTEN Tag dann von den Sammeltaxen erfuhr … dazu kann ich leider nicht viel sagen, Blödheit tut aber auf jeden Fall ein bisschen weh  öhööööööm  <<

Nun ja und zum anderen hatte ich nicht erwartet, wie sehr so ein Tauchkurs schlauchen könnte. Ich war nach dem letzten Tauchgang des Tages meist ganz glücklich, mich einfach in eine Strandbar zu setzen, einen Shake zu schlürfen und etwas leckeres zu essen. Unglaublich! Aber immerhin sollte ein Urlaub auch ein bisschen entspannend sein und das hat an diesem Ort definitiv geklappt.

Ein paar Dinge haben wir dann aber dennoch unternommen. Beispielsweise sind wir am Tag bevor der Kurs starten sollte zur im Nordwesten der Insel gelegenen Nang Yuan Terrace gefahren. Dabei handelt sich um einen der Aussichtspunkte, die Koh Tao zu bieten hat. Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich von meinem Vorhaben die vorgelagerte Insel Koh Nang Yuan mit einem der vielen Boote zu besuchen, verabschiedet, weil mir dieser Ort bereits vom Catamaran aus viel zu überlaufen erschien. Die Nang Yuan Terrace bietet dazu eine echt tolle Alternative. Das am Aussichtspunkt gelegene Dusit Buncha Resort bietet nämlich dank seiner tollen Anlage die Möglichkeit, den Blick auf Nang Yuan bei einem Shake oder sonst etwas Kaltem zu genießen. Dort gibt es außerdem eine Leiter ins Wasser und man hätte direkt noch ein bisschen schnorcheln können.

     

> . . . übrigens: auf dem Weg zum Aussichtspunkt gibt es wohl auch noch einen Abzweig zu einer weiteren kleinen Attraktion auf der Schildkröten Insel, einem Wal Skelett, von dem keiner weiß, wie zum Geier es an diesen Punkt der Insel gelangt ist. Mir blutet ein wenig das Herzchen aber leider habe ich es mir nicht anschauen können, weil unser Taxifahrer etwas unkooperativ war. . . <

Am letzten Abend auf Koh Tao kam ich dann noch zu einem echt tollen Thailand-Moment. Genau so hatte ich es mir von Deutschland aus ausgemalt! Ein Sundowner auf gemütlichen Kissen in einem windigen Baumhaus mit gutem Thai-Essen, einem leckeren Shake und  entspannter Musik! Zu diesem Abend kam ich am Sai Nuan Beach 1 in der Banana Rock Bar! Leute! Wenn ihr auf Koh Tao seid, dann müsst ihr da unbedingt vorbei. Wirklich toll. Das Taxi ließ uns an einem etwas höher gelegenen Punkt raus, weil die Straße danach echt übel wurde. Zu Fuß war das aber auch gar kein Problem!

    

An dem Strand gab es auch echt tolle Bungalows (das Sai Thong Resort müsste das sein), die definitiv einen zweiten Blick wert wären. Echt toll!!!

    

Im Anschluss ließen wir uns – in Ermangelung eines Wassertaxis – wieder von einem Taxi am vorherigen Punkt abholen, welches wir übrigens problemlos in einem der Resorts am Strand rufen konnten.
Danach ging es noch auf ein, zwei Drinks an Mae Haad vorbei zum Sairee Beach, der am Abend echt übervölkert ist. Lauter junge Leute, gute Musik (wenn auch etwas verwirrend, da in jeder Bar eine andere) und eine Menge Feuershows!!! Auf dem Weg zum Strand kann man außerdem auch noch ein bisschen Shoppen oder sich von kleinen Fischen die Füße weich kauen lassen. Habe selten so gelacht, weil ich ein absolutes Problem mit unkontrollierbaren Berührungen an meinen Füßen habe. Das war ein bisschen wie Folter und ich brauche das auch nicht so Bald wieder. Haha!
  

Am letzten Tag und nach einem wunderschönen letzten „Flug“ durchs Riff hieß es dann Abschied nehmen von der Calypso-Crew. Da war auf jeden Fall ein bisschen Wehmut im Spiel aber natürlich auch genügend Vorfreude auf Koh Phangan.
Es ging zurück nach Mae Haad, wo sich das Lompraya Pier befindet. So unproblematisch wie auch schon bei der Anreise ging es auch hier wieder! Tickets gekauft und dann eben auf den Catamaran warten.

Ach Koh Tao!!!! Dich werde ich sicher nicht zum letzten Mal besucht haben! Auf ganz Bald!

Tag 4 bis 9 Pt. 1- Koh Tao: Open Water Tauchschein in der Tanote Bay

Von vorn herein war klar, die Zeit auf Koh Tao würden wir vordergründig für den Tauchkurs in der deutschen Tauchschule Calypso nutzen. Und mit diesem Plan liegt man auf einer kleinen Insel wie der Schildkröten-Insel, die als einer DER Tauchspots im Golf von Thailand schlechthin gehandelt wird, voll im Trend! Im Vorfeld stand ich bereits per Mail mit den Ansprechpartnern der Schule in Verbindung, um Ihnen unser etwaiges Ankunftsdatum mitzuteilen. Über diesen Kontakt konnten wir auch direkt unseren Bungalow im Family Tanote Bay Resort reservieren – super praktisch!
img_0533 Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich bereits von Deutschland aus informiert. Meine beste Freundin hatte außerdem bereits letztes Jahr das Vergnügen und war total begeistert! Insofern fiel mir die Wahl der Schule nicht besonders schwer.
Für 11.000 THB – umgerechnet sind das in etwa 270€ – sollten wir nach 3 1/2 Tagen Lehrgang den CMAS 1 Stern Tauchschein in den Händen halten. Ich war mehr als gespannt. Am 06.04. sollte es dann losgehen – und zwar erst einmal mit Theorie. Ist natürlich schwer, sich bei dem geilsten Wetter und vor überwältigender Kulisse auf Fakten zu konzentrieren aber Haik unsere Tauchlehrerin hat das wirklich super gemacht. Im übrigen fand ich es sehr beruhigend zu wissen, dass die Schule wert darauf legt, Wissen persönlich zu vermitteln und nicht – wie viele andere es inzwischen wohl tun – den ‚Theoriekram‘ über die Vorführung eines Lehrvideos abwirtschaften. Es schön, als läge es allen Teammitgliedern am Herzen, ihren Schülern eine Sichtweise auf den Tauchsport – seine tollen aber eben auch gefährlichen Seiten und vor allem auch die Verantwortung unsererseits für die Erhaltung natürlicher Lebensräume, in die wir da eindringen, mitzugeben! Dieses Verantwortungs-bewusstsein und die Leidenschaft für diesen Sport hat mich und auch alle anderen Einsteiger sehr mitgerissen und begeistert!
Nachdem wir nun also den ersten Tag zur Hälfte mit der Theorie verbrachten, durften wir dann um die Mittagszeit herum das erste Mal in voller Montur ins Wasser. Im ersten Moment war es total seltsam, über den Regulator zu atmen aber man gewöhnt sich recht schnell dran finde ich! In den Folgetagen teilte es sich ähnlich auf wie am ersten! Erst Theorie, dann ging es mal 2- oder 3 Mal ins Wasser. An Tag 3 schrieben wir dann noch einen kleinen multiple Choice Test und Tag 4 drehten wir eine größere Runde durch das Hausriff!

Leute ich kann nichts mehr empfehlen als diesen Tauchkurs! Der war wirklich jeden Cent wert!