Archiv für den Monat Mai 2016

Tag 4 – reif für die Insel

Nach 3 Tagen in einer riesigen Stadt wie Bangkok die einen mit einer Jahresmitteltemperatur von 32 Grad mehr als nur den Schweiß auf die Stirn treibt, waren wir doch ziemlich froh über unsere Weiterreise gen Koh Tao. Bereits in Deutschland hatten wir bei Nok Air einen Flug nach Chumphon gebucht. Im Paket enthalten waren auch ein Transfer zum Lompraya Pier und die Fähre nach Koh Tao. Aber von vorn! Um kurz nach 3 Uhr morgens ging es für uns vom Hotel zum Don Muang Airport in Bangkok mit einer – oh mein Gott oh mein Gott oh mein Gott – Propellermaschine nach Chumphon. Ich verkneife mir mal das Wort Airport in Verbindung mit Chumphon. Habe selten einen so entspannten Flugplatz gesehen. Da wäre ich auch gern Lotse.

Im Vorfeld war mir etwas flau beim Gedanken an diese Transfer-Geschichte. Ich hatte mir den – nun sage ich es doch – ‚Airport‘ größer vorgestellt und machte mir Sorgen, dass wir zeitlich ins Straucheln kommen würden und die Fähre nicht schaffen! Aber weit gefehlt. Innerhalb weniger Minuten hatten wir unsere Rucksäcke und es war noch Zeit genug in bequemere und luftige Klamotten zu springen! Noch eben das W-Lan genutzt um zuhause in Deutschland ein Lebenszeichen zu geben und dann machten wir uns gemütlich auf den Weg hinaus in Richtung Parkplatz. Kaum dort angekommen würden wir auch schon abgefangen und zu einem Kleinbus gebracht, der sich doch tatsächlich als unser Transfer zum Lompraya Pier entpuppte. Also besser hätte das gar nicht klappen können und um kurz nach 8 Uhr -nach einer knappen Stunde Fahrt -erreichten wir den Ableger.      Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen wie großartig ich mich dort schon fühlte. Dieses Wetter! Dieses Wasser! Dieses Gefühl von absoluter Entspannung. Da störten uns auch die 5 Stunden Wartezeit nicht mehr, die sich aufgrund der schnellsten Abwicklung eines Transfers dem ich beiwohnen durfte, ergeben hatten.
Irgendwann – das müsste so gegen 12:15 Uhr gewesen sein – kam endlich der Katamaran und brachte all diese unwahrscheinlich braun gebrannten Menschen von den Inseln und – das typische bunte Bändchen am Rucksack, welches unsere Zielinsel kenntlich machte – duften wir schließlich rauf aufs Boot! Von der ungefähr zweistündigen Fahrt bekam ich peinlicherweise nur eine 30 Minuten mit und danach schlief ich ein! Es gibt Menschen denen vom Wellengang schlecht wird … Ich schlafe ein. Nun ja. Habe mir schwören lassen, dass es sowieso nichts mehr zu sehen gab. Glaube das mal! Als Koh Tao aber in Sicht war, wich auch meine Müdigkeit.

Bevor wir am eigentlichen Pier auf Koh Tao anlegten, machte der Katamaran noch einen Stopp bei der vorgelagerten Insel Koh Nang Yuan, die wahrscheinlich jeder schon auf irgendeiner Karte gesehen hat. Eine Sandbank in Türkis blauem Wasser, die 2 kleine Berge miteinander verbindet… Also ich muss sagen, als ich den Ort dann sah, fand ich ihn – überlaufen von tausenden Menschen – gar nicht mehr so paradiesisch wie auf den vielen Bildern im Internet. Dort jedenfalls stiegen gefühlte Hundertschaften zu und es ging weiter zum Pier von Koh Tao, wo uns weitere Hundertschaften an Taxifahrern auflauerten. Es fühlte sich ein wenig nach Viehtrieb an. Mit einem fuhren wir zur Tanote Bay! Abenteuerlich! Auf der Ladefläche eines Geländewagens (ohne die geht auch nichts dort!!!!) ging es steil nach oben und steil hinunter. Kurzzeitig war ich mir nicht sicher, ob ich das Meer auf der anderen Inselseite noch erblicken würde aber no risk no fun oder wie sagt man?      Die Bucht haben wir uns übrigens aus einem ganz bestimmten Grund ausgesucht! Dort findet sich nämlich die deutsche Tauchschule ‚Calypso‘, in welcher wir den CMAS 1* Open Water Schein machen wollten. Ich hatte bereits aus Deutschland Kontakt mit den Guides aufgenommen und da angekommen verabredeten wir den nächstmöglichen Starttag. In 2 Tagen sollte es losgehen!

Tag 3 – Weekend Market und Goldener Berg / Bangkok 

Man braucht es eigentlich gar nicht erst zu versuchen, beschreiben, wie dieser Ort aussieht, riecht und klingt! Es ist schier unmöglich! Und deswegen bin ich auch so froh, dass ich mir das Spektakel anschauen konnte. Da wir über ein Wochenende in Bangkok waren, musste natürlich eine Runde über dem Chatuchak Weekend Market gedreht werden. Leider ist es mir nicht gelungen, den Markt bildlich einzufangen. Manchmal will es einfach nicht klappen und man denkt sich bei jedem Foto, dass das was man sieht, viel bunter, lebendiger und schöner ist, als das Abbild auf dem Kameradisplay. Meist entscheide ich mich dann dafür, einfach zu genießen und die Kamera beiseite zu legen. Nur ein paar wenige Fotos in einem kleinen Kaffee ( das Viva 26 ) mittendrin sind entstanden – hier eins davon.

Der Markt unterteilt sich in viele verschiedene Themenfelder – Kleidung, Schmuck und Schuhe aber auch Haushaltsartikel, Lebensmittel, Tierbedarf und viele weitere. Es ist einfach ein Erlebnis darüber zu schlendern und verdient definitiv einen Vormittag Zeit, wenn man Bangkok besucht! Allerdings läuft man auch Gefahr bei all den Eindrücken und Waren in tausendfacher Menge den Verstand zu verlieren. Irgendwann wurde es uns zumindest doch zuviel! Deswegen machten wir uns schließlich nach einer Portion ‚Mango sticky rice‘ und gefühlten 10km Fußmarsch auf in Richtung Tempel des goldenen Berges – auch Wat Saket.
Dieser Ort ist ebenso sehenswert wie der Markt am Vormittag! Obwohl es echt heiß war und es einige Stufen zu überwinden galt, konnten wir den Aufstieg (79 Meter sind jezt auch nicht die Welt) sehr entspannt hinter uns bringen, weil das Areal echt super angelegt ist! Viel Schatten und viel Wasser. Nicht nur in Gestalt von Wasserfällen sondern auch als von oben kommender Sprühnebel! Wirklich toll!
Oben angekommen, hatten wir einen wahnsinns Ausblick auf Bangkok! 360 Grad unverbauter Blick!!! Und in einer Stadt wie Bangkok will das echt etwas heißen.
Nach diesem tollen Blick über die Stadt fuhren wir mit dem Wassertaxi zurück in Richtung unseres Hotels! Auch das übrigens eine Sache, die man wie ich finde unbedingt gemacht haben sollte! Auf diese Weise nämlich erlebt man Bangkok hautnah. Während der doch schon recht rasanten Fahrt durch die teils schmalen und dann wieder breiter auslaufenden Kanäle erhält man Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen.