Tag 2 – Zu Besuch in Bangkoks Tempeln

Tag 2 in Bangkok führte uns über den Chao Praya zum Grand Palace und zum Wat Pho. Aber eins nach dem anderen! Zu allererst hatten wir das Vergnügen mit einem der vielen Tuktuk-Fahrer – leider einer von denjenigen, die Schneider und Schmuckhändler anfahren. Einmal im Tuktuk haben wir es uns dieses eine Mal gefallen lassen. Leider brachte er uns dann auch nich an den von uns gewünschten Ort aber gut! China Town war auch ganz toll. Von da an  stiegen wir in kein Tuktuk für 40THB mehr und gut war’s!

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Mehr oder weniger durch Zufall übrigens (wir trafen einen sehr netten Thai an einer Kreuzung der uns ansprach und ein paar wirklich nützliche Tipps zur Tagesgestaltung gab) fanden wir eine Ablegestelle für Longtailboote, die für eine Stunde eine kleine Tour auf dem Chao Praya und einem der abführenden Kanäle drehen. Vom Boot aus konnte man sich gut orientieren und ganz praktisch war auch, dass wir so (ohne dann enttäuscht davorstehen zu müssen) bereits den leider eingerüsteten Wat Arun entdeckten. Ein bisschen schade aber so bleibt noch das ein oder andere Ziel fürs nächste Mal!


Zur Bootstour lässt sich sagen, dass es für das erste Mal Bangkok schon eine ganz nette Sache war. Es gibt dort keine Uferpromenade und so bekommt man mal Gelegenheit (abgesehen von Fahrten mit dem Wassertaxi) sich die am Ufer erbauten Häuser anzusehen und ein bisschen historisches Bangkok zu erleben. Ich fand es sehr spannend! Wenn ich das nächste Mal da bin, dann fahre ich bestimmt noch auf einen der schwimmenden Märkte! Das ist sicher auch total interessant.

Für diesen Tag aber standen vermutlich DIE Hauptadressen für Touristen in Bangkok auf unserem Plan. Na? Wer will raten? Grande Palace und Wat Pho natürlich. Auf letzteren mit seinem großen liegenden Buddha war ich besonders gespannt! Los ging es für uns am Grand Palace, der es uns erst einmal schwierig machen wollte. Ich hatte mir schon extra einen langen Rock angezogen und ein Tuch mitgekommen, damit ich meine Schultern bedecken kann. Das reichte der strengen Frau am Einlass jedoch nicht! Die schickte mich wieder ganz nach vorn. Glücklicherweise sind die Thailänder ja bestens organisiert und es gab die Möglichkeit sich für 200THB Pfand die passenderen Klamotten leihen. Ein bisschen eklig ist das zwar schon, wenn man bedenkt, wieviele Leute da täglich bei übler Hitze reinschlüpfen und raus’schmatzen‘, aber gut! Alles für die kulturelle Bildung! Leicht ärgerlich machten mich dann allerdings die ganzen knapp gekleideten Asiatinnen, die wohl so gar keinen Anstoß mit ihrer Outfitwahl erregt hatten am Einlass.

img_0334  Auf diesem wirklich großen Gelände hätte man tagelang schauen können. Die Anlage erschien mir zwischenzeitlich wie ein großer Irrgarten. Überall diese eindrucksvollen Gebäude. Irgendwann aber mussten wir uns der Hitze geschlagen geben. Es ist einfach nicht möglich bei guten 33Grad und feuchter Luft lange am Stück bei der Sache zu bleiben. Und selbst wenn doch, dann treibt dich der Durst irgendwann (wenn deine Trinkvorräte die kochenderweise im Rucksack mitwandern aufgebraucht sind) in Richtung der nächsten Bar.
Nach einer kurzen Pause ging es dennoch weiter zum Wat Pho mit seinem riesigen liegenden Buddha.
img_0388-1Natürlich habe ich schon zuhause viel darüber gelesen aber als ich so davor stand, war das noch einmal etwas ganz anderes. Auch die aufgereihten Buddha Figuren und Schreine auf dem weiteren Gelände sind definitiv einen Besuch wert! Hier übrigens waren die Kleidungsregeln schon wieder sehr gelockert und mein Tuch reichte völlig aus!

Ursprünglich hatten wir geplant auch den Wat Arun noch anzuschauen. Wie bereits erwähnt, war dieser aber leider gerade von einem Gerüst verdeckt, sodass wir uns den Besuch also sparten. Auch unsere zunehmende Mattheit (jaja man wird eben nicht jünger) lähmte uns und wir entschieden, lieber einen Abstecher zur Khaosan Road – DER Backpacker-Meile schlechthin – zu machen. Im Vorfeld hatte ich einiges darüber gelesen und deswegen musste die auch auf die to-see-Liste aber irgendwie kann ich diese Belobhudelei so gar nicht teilen. Klar! Man spürt förmlich die Reiselust und Neugierde wenn man auf ihr läuft bei all den jungen Menschen. Und es ist ganz spannend sich mal für ein Bier oder ne Coke dazuzusetzen und zu beobachten! Aber ich bin mir sicher, dass es in Bangkok ein paar mehr von dieser Art Straßen gibt und vielleicht sogar die ein oder andere charmantere?! Dazu noch etwas zum Abschluss: vielleicht mag ich sie auch nicht ganz so gern, weil ich gelesen habe, dass große westliche Restaurantketten – nennen wir das Kind beim Namen, die einschlägigen Fastfood-Giganten – die kleinen Backpacker-Unterkünfte und Thai-Restaurants verdrängen. Das nimmt den ganzen einfach den Charme und bedroht Existenzen! Vielleicht also stimmen die Schwärmereien also doch, passen nur leider nicht mehr zur jetzigen Realität.

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