Archiv für den Monat März 2015

Ein bisschen Meer zuhause

Da ich bei jedem Besuch am Meer nicht davon ablassen kann, Muscheln und andere Strandfunde mit nachhause zu schleppen, war es allerhöchste Zeit meinen Funden einen angemessenen Platz zu geben. Die Idee entspringt meiner geheimen Vorliebe für Windspiele aller Art. Ich liebe es, irgendwo zu liegen – am liebsten an warmen Sommertagen – und dem trägen Klimpern eines Windspiels zu lauschen, dessen Einzelteile durch einen schwachen Windzug einander berühren. Das hat so etwas ganz leichtes und entspannendes für mich. Macht mir gleich noch mehr Lust auf den Sommer, wenn ich darüber nachdenke. Nun aber erstmal Frühling, nur nichts überstürzen. Das Windspiel ist dennoch auch jetzt schon willkommen.

Nun kurz zum Zubehör – du brauchst:

  • einen runden Gegenständ, an dem du alles befestigen kannst. Ich habe in diesem Fall einen Ring aus Styropor genommen. Die gibts im bastelbedarf. Habe aber auch schon alte, ausgediente Traumfänger verarbeitet oder aus Draht selbst einen Ring erstellt. Deiner Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.
  • Bindfaden
  • eventuell – und wie in meinem Fall – dicke Fäden/ Wolle um den Haltering zu verdecken.
  • Muscheln/ hängbares Strandgut

Zum eigentlichen Bastelprozess ist gar nicht viel zu sagen. Nachdem ich meine einzelnen Hängerchen aus Muscheln und Strandgut an den Ring geknotet hatte, habe ich mich daran gemacht, ihn mit Wolle und einem dicken Bindfaden zu verden. Dieses Doppel ist eigentlich aus der Not heraus entstanden, dass ich nicht genug von einer Sorte Schnur hatte. Aber am Ende gefiel es mir so auch sehr gut.

So! Das wars auch schon! Um nicht noch mehr Löcher in die Zimmerdecke zu machen (2 gingen dieser Aktion voran, aber nichts wollte halten) habe ich mich entschieden, einfach einen Haken in einen der Gardinenhalter zu stecken und es so aufzuhängen. Eigentlich auch viel praktischer, so kann man das Ganze beliebig verschieben.
Hier noch ein paar Bilder. Wie stehts bei euch? Habt ihr auch so einen Sammeltick? Auch Muscheln? Oder Steine? Lasst es mich gern wissen.

Alles Liebe und bis Bald!

… wie aus dem Ei gepellt!

Heute gibt’s auch von mir eine kleine Inspiration zum Thema Ostern und Frühling. Stefanie vom Blog 100 Lieblingsstücke hat zur Kaffee-Klatsch-Oster-Link-Party aufgerufen, wo jeder der gern möchte unter folgendem Link, seinen Beitrag zu besagtem Thema leisten kann. Eine schöne Idee wie ich finde. Danke Stefanie!

das brauchst du:

  • mit heißem Wasser ausgespülte Eierschalen
  • Frühblüher deiner Wahl
  • ein bisschen Moos
  • Bindfaden
  • Schere
  • einen Eierkarton beziehungsweise ein Behältnis zum Aufstellen der kleinen „Blumentöpfe“

Nun mal zum Bastelprozess selbst:

1. Gib dem Ganzen etwas Form
Nachdem ich die Wurzeln zurechtgestutzt hatte, habe ich ein bisschen Moos rund herum gedrückt und mit einem Bindfaden festgezurrt.

2. Hinein in die gute Stube
Ich bin mir gar nicht sicher, ob das generell überhaupt nötig ist, aber ich habe eine kleine Menge Erde in die Schale gefüllt, da das Pflänzchen auch sonst ein bisschen zu lose darin gesteckt hätte. Danach ging es für das zuvor geschnürte Päckchen ab in die Eierschale.

3. … und angerichtet
Nachdem ich alle Pflänzchen einge’topft‘ hatte, habe ich sie in den Eierkarton gestellt. Diesen kann man nach Belieben vorher natürlich auch anmalen. Schwarz-weiß würde ganz gut passen, dachte ich gerade. Aber ich habe mich für die ganz natürliche Version entschieden.

4. auf gute Nachbarschaft
Da mir das alles noch ein bisschen zu karg erschien, habe ich da und dort ein bisschen von meiner vor ein paar Tagen ausgesäten Kresse eingepflanzt. Das hat etwas von gerade zum Leben erwachte Wiese und passte so ganz gut zum Gesamtbild fand ich.

5. Ein kleiner Tuning-Tipp
Mit ein paar Wimpelchen versehen (diese habe ich aus ein paar Holzspießen, Bindfaden und Bastelkarton hergestellt) ergibt sich aus dem Arrangement auch eine nette Tischdeko für ein Osterfrühstück. Aber auch so ist es mal eine ganz nette Abwechslung, oder was sagt ihr?

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Petersilien-Kartoffelsalat – der macht euch wach!

Wie auch schon zuletzt beim Rezept für die Tomatentarte schuldbewusst festgestellt, habe ich mir auf früher aufgehobenen Rezepten nicht notiert, woher genau sie kommen. Das ist natürlich immer dann schlecht, wenn man sie ins Internet stellt. Sollte irgendwer das lesen und sich erinnern, um welches Rezept aus welcher Zeitung es sich handelt, dann bitte Info an mich, so könnte ich es dann vielleicht noch vervollständigen.
Heute also geht es um diesen Kartoffelsalat. Und der hat Power. Perfekt für die jetzige Zeit!!!

du brauchst:

  • 1,2 kg kleine Kartoffeln (Drillige)
  • 200g Zuckerschoten
  • 2 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Kerbel
  • 1 Bio-Zitrone
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 1- 1 1/2 TL getrocknete Chilischoten
  • 1TL Zucker
  • 100ml Olivenöl
  • 200g Schafskäse
  • 100g Mandeln
  • Salz, Pfeffer und die üblichen Verdächtigen

Zur Zubereitung:

  1. Kartoffeln waschen und für etwa 20 Minuten stark gesalzenen Wasser kochen. Dann abschrecken und pellen. Damit alle Kartoffeln in etwa die gleiche Größe im Salat haben, müsste die ein oder andere sicher auch halbiert werden.
  2. Nun die Zuckerschoten waschen und längs in schräge Stücke schneiden um dann alles in kochendem Salzwasser 2-3 Minuten zu blanchieren. Danach Abschrecken! Nicht vergessen.
  3. Die Blätter von Petersilie und Kerbel von den Stängeln abziehen und fein hacken. Die Schale der Zitrone abreiben und ihren Saft auspressen. Alles zusammen mit Gemüsebrühe, Salz, Chilis, Zucker und Olivenöl pürieren.
  4. Den Schafskäse kannst du in Würfel schneiden und die Mandeln müsstest du nun entweder grob hacken oder – wenn du schon fertige gesplitterte Mandeln zur Hand hast – gibst sie direkt in einem beschichtete Pfanne, um sie anzurösten, bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben. Danach lässt du sie irgendwo abkühlen.
  5. Die zuvor pürierte Mischung soll nun mit den noch warmen Kartoffeln vermischt werden. Bist du damit fertig, lässt du alles gut abkühlen. Danach kannst du alle anderen noch übrig gebliebenen Zutaten wie Zuckerschoten, Schafskäse und Mandeln unterheben. Noch abschmecken und fertig ist es.

Ich liebe diesen Kartoffelsalat und bin gespannt, wie er bei anderen so ankommt. Lasst mir gern eure Meinung da! Bis dahin einen schönen Tag noch 🙂

Pimp your … Regolit (IKEA)

Die Bogenleuchte Regolit von Ikea kennen wir wohl alle. Ich mochte sie vom ersten Moment an und konnte sie auch – obwohl nach 2 Umzügen völlig hinüber – nie wegschmeißen. Der Schirm sah echt schrecklich aus und man konnte diesen Anblick defintiv keinem mehr anbieten.
Irgendwann kam mir dann eine Idee… Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt (das ist nun schon mehr als ein Jahr her) schon einige DIY-Ideen mit Muffinförmchen gesehen, bei denen Lampenschirme damit beklebt wurden. Allerdings waren mir Muffinförmchen für meine Idee zu groß.  Ich habe deswegen zu Pralinenförmchen gegriffen.Zum Nachmachen brauchst du folgende Dinge:

  • Pralinenförmchen aus Papier (die findest du in größeren Supermärkten bei den Haushaltswaren)
  • Klebstoff, am allerbesten transparenten
  • eine gaaaaaaaanze Menge Geduld


Es wäre gelogen, wenn ich hier schreiben würde, ich wäre nicht zwischendurch beinahe verzweifelt. Ich liebe solche Geduldsaufgaben eigentlich, aber das war selbst mir zeitweise zu viel. Ich brauchte für dieses Projekt ca. 4 Tage – die Arbeitszeit lag jeweils bei circa 4 Stunden. Das lag neben neben meiner Ermüdung aber auch daran, dass mir die Förmchen ausgingen. Weiter unten siehst du dieses Lampenprojekt in Zahlen, dann verstehst du, was ich meine.
Wie dem auch sei – mich begeistert das Ergebnis noch immer! Also hat sich all die Mühe auch gelohnt. Selbst das Zwischenergebnis hätte mir – wäre der Lampenschirm nicht an allen Ecken und Enden kaputt gewesen – schon gut gefallen. Vielleicht hätte man dann weiter unten noch einmal eine Reihe kleben können und dann den Rest freigelassen. Könnte auch ganz interessant aussehen. Aber gut, hier das Endergebis:

Nachdem alles fertig beklebt war, habe ich mir einen kleinen Spaß gemacht und mal grob überschlagen, was ich an dieser Lampe alles verarbeitet habe und musste doch ein wenig staunen.
Dieses Projekt in Zahlen heißt: 1 Lampenschirm beklebt mit circa 1600 Papier-Pralinienförmchen dank 4 Tuben Leim und das alles verteilt auf 4 Tage à 4 Stunden

Liebste Tomatentarte <3

Heute gibt es mal ein erprobtes Rezept von mir. Ich habe das schon eine ganze Weile und erinnere mich leider so überhaupt nicht mehr, woher genau es kommt. Aus irgendeiner Zeitung vermutlich – Schande über mein Haupt, in Zukunft werde ich da besser drauf achten.
Gerade jetzt – da der Frühling ja scheinbar in den Startlöchern steht – mag ich leichte Sachen. Und die hier schmeckt auch kalt zu einem Salat noch ganz toll, finde ich.

du brauchst:

  • 250g Mehl
  • 120g weiche Butter
  • 30g Parmesan
  • 1 Ei
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 1/2 EL Rosmarinnadeln
  • 1 Glas in Öl eingelegte Tomaten (340g, 180g Abtropfgewicht)
  • 600g Strauchtomaten
  • Tarteform

Für die Zubereitung sollte man sich ein bisschen Zeit einplanen. Hier nun die einzelnen Schritte:

  1. Mehl, Butterflocken, Parmesan, Ei, 1/2 TL Salz und 1-2 EL kaltes Wasser zu einem Teig verkneten und diesen in Folie gewickelt eine halbe Stunde ruhen lassen.
  2. Währendessen kannst du nun schon einmal den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten aus dem Glas gibst du in ein Sieb und fängst das Öl mit einem darunterstehenden Gefäß auf!
  3. Die abgetropften Tomaten, 2EL von dem aufgefangenen Tomatenöl, Knoblauch und Rosmarin feinpürieren und mit Pfeffer würzen.
  4. Backofen auf 200°C (Umluft 180°C) vorheizen und die Tarteform einfetten und mit dem ausgerollten Teig auskleiden. Ich lege auf den Boden der Tarteform meistens ein zugeschnittenes Stück Backpapier. So lässt sich am Ende alles gut herauslösen.
    Gut! Nun mit der Gabel noch in den Teig stechen und das ganze auf der mittleren Schiene für circa 15 Minuten vorbacken.
  5. Nun Tomatenpaste gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teig verteilen und halbierte Strauchtomaten dicht an dicht mit der ‚offenen‘ Seite nach unten draauf verteilen. Alles nun noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen und noch 2EL des aufgefangenen Tomatenöls über allem verteilen. An dieser Stelle kann man auch gut noch ein paar Rosmarinnadeln über alles geben.
  6. Danach geht es erneut für circa 25 Minuten in den Ofen.

Ich bin gespannt, ob sich jemand findet, der es nachmacht. Sag mir doch bitte, wie es dir geschmeckt hat! Liebe Grüße und bis ganz Bald!

Schlafzimmer Makeover Teil 1: das Kleiderschrank-Projekt

Seit etwas mehr als einem Jahr wohnen mein Freund und ich zusammen. Während dieser Zeit hat so manches Möbelstück schon mehrfach die Position – oder gar den Raum – gewechselt. Ich bin bei vielen Kanditaten immer noch am Überlegen und suche nach einer optimalen Raumgestaltung. Ich liebe das! Schon seit meiner Kindheit. Meine Mama erzählt gern Geschichten von mir – spätabends möbelrückend oder den Pinsel schwingend – in meinem Zimmer. Das hat mich bis heute nicht verlassen. Manchmal glaube ich, dieser Wunsch nach Veränderung ist an Lebensphasen gekoppelt oder entspringt am Ende sogar dem Wunsch, etwas neu zu ordnen, mein inneres Chaos neu zu sortieren. Wie dem auch sei. Zuletzt ging es dem Schlafzimmer an den einrichterischen (gibt es dieses Wort) Kragen:
So sehr ich diesen PAX-Kleiderschrank von Ikea auch geliebt habe – damals mit 19 als ich gerade nach Münster zog, um mein Studium zu beginnen – jetzt erscheint er mir einfach nicht mehr so praktisch und mein Geschmack hat sich auch verändert. Er war mir zu klotzig, zu tief. Also musste er jetzt einfach einer neuen Idee weichen.

Wir wollten den Platz besser nutzen, sowohl in die Breite also auch in die Höhe. Außerdem ist durch den Schornstein ein recht unpraktischer Vorsprung dafür verantwortlich gewesen, dass der Kleiderschrank so völlig blöd „im Raum“ stand. Das schrie nach einer Lösung. Mir bringt es weiterhin nichts, einen tiefen Kleiderschrank zu haben, bei dem ich mit Blick auf die vordere Reihe Klamotten nicht weiß, was noch dahinter liegt. Dafür bin ich auf Dauer auch nicht ordentlich genug.
Deswegen interessierten uns diese Regalsysteme aus dem Baumarkt. Bei denen man selbst entscheiden kann, wie tief die Bretter sind.
Glücklicherweise hatte hier gerade ein Baumarkt Räumungsverkauf und wir konnten ein paar Euro beim Einkauf all der benötigten Sachen sparen.

So sah der Spaß dann aus als wir alles an die Wand gebracht hatten. Für den Schornsteinschacht hat sich mein Freund die Mühe gemacht und die Bretter passend zugeschnitten. Damit war auch diese Ecke gut genutzt und dient uns für die Zukunft sicher gut zum Abstellen von Parfum oder anderen Klinigkeiten.
Am unteren Brett sieht man unsere Version von kleiderstangen, Ich hab das vor einiger Zeit schon mal irgendwo gesehen. Ich finde die Idee toll. Was meint ihr?

Hier das ganze noch einmal bei Tageslicht und mit den angebrachten Vorhängen, die ich nun zuziehen kann, wenn es ordentlich und aufgeräumt aussehen soll. Ein Update zum aktuellen Stand im Schlafzimmer findest ab sofort übrigens H I E R

Nun ja. Ich habe dieses Gefühl direkt genutzt, um noch einmal ordentlich auszusortieren. Momentan befindet sich nur noch ein Teil dessen, was man auf diesem Foto sehen kann, auf Stangen und Brettern unseres neuen Kleiderschranks. So viel brauche ich einfach nicht. Aber genau das ist eben das Problem – zumindest mein Problem – bei zu tiefen Schränken verliere ich den Überblick.