Tag 4 bis 9 Pt. 2- Koh Tao, die Insel

Auf Koh Tao stand – wie bereits im vorangegangenen Beitrag erwähnt – der Tauchkurs im Vordergrund. Dennoch war mein ursprünglicher Plan, auch die Insel ein bisschen zu erkunden. Leider musste ich vor Ort erkennen, dass das aus zweierlei Gründen gar nicht mal so einfach ist, wie gedacht.
Zum einen – und eigentlich ist das ein ziemlich toller Grund – ist Koh Tao im Vergleich zu Koh Phangan und Koh Samui noch sehr dürftig ausgebaut. Will heißen, dass die meisten Wege reinste Schotterpisten sind und damit nicht genug sind die dann auch noch extrem steil und eher Fortgeschrittenen-Niveau. Es gibt hin und wieder sehr mutige Menschen, die sich in einer der vielen Leihstationen einen Roller leihen und dann im Schneckentempo von einer Bucht zur nächsten wackeln. Zu denen zähle ich aber eher nicht, weil ich keinerlei Vorerfahrungen habe und ganz bestimmt nicht auf einer Insel wie Koh Tao damit beginne.
Das hieß also für mich, dass ich auf Taxen zurückgreifen musste. Das machte mir – auf einer Pick-Up-Ladefläche auch ziemlich großen Spaß, jedoch kostete das natürlich auch!!!

> einschieben muss ich an dieser Stelle, dass ich am LETZTEN Tag dann von den Sammeltaxen erfuhr … dazu kann ich leider nicht viel sagen, Blödheit tut aber auf jeden Fall ein bisschen weh  öhööööööm  <<

Nun ja und zum anderen hatte ich nicht erwartet, wie sehr so ein Tauchkurs schlauchen könnte. Ich war nach dem letzten Tauchgang des Tages meist ganz glücklich, mich einfach in eine Strandbar zu setzen, einen Shake zu schlürfen und etwas leckeres zu essen. Unglaublich! Aber immerhin sollte ein Urlaub auch ein bisschen entspannend sein und das hat an diesem Ort definitiv geklappt.

Ein paar Dinge haben wir dann aber dennoch unternommen. Beispielsweise sind wir am Tag bevor der Kurs starten sollte zur im Nordwesten der Insel gelegenen Nang Yuan Terrace gefahren. Dabei handelt sich um einen der Aussichtspunkte, die Koh Tao zu bieten hat. Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich von meinem Vorhaben die vorgelagerte Insel Koh Nang Yuan mit einem der vielen Boote zu besuchen, verabschiedet, weil mir dieser Ort bereits vom Catamaran aus viel zu überlaufen erschien. Die Nang Yuan Terrace bietet dazu eine echt tolle Alternative. Das am Aussichtspunkt gelegene Dusit Buncha Resort bietet nämlich dank seiner tollen Anlage die Möglichkeit, den Blick auf Nang Yuan bei einem Shake oder sonst etwas Kaltem zu genießen. Dort gibt es außerdem eine Leiter ins Wasser und man hätte direkt noch ein bisschen schnorcheln können.

     

> . . . übrigens: auf dem Weg zum Aussichtspunkt gibt es wohl auch noch einen Abzweig zu einer weiteren kleinen Attraktion auf der Schildkröten Insel, einem Wal Skelett, von dem keiner weiß, wie zum Geier es an diesen Punkt der Insel gelangt ist. Mir blutet ein wenig das Herzchen aber leider habe ich es mir nicht anschauen können, weil unser Taxifahrer etwas unkooperativ war. . . <

Am letzten Abend auf Koh Tao kam ich dann noch zu einem echt tollen Thailand-Moment. Genau so hatte ich es mir von Deutschland aus ausgemalt! Ein Sundowner auf gemütlichen Kissen in einem windigen Baumhaus mit gutem Thai-Essen, einem leckeren Shake und  entspannter Musik! Zu diesem Abend kam ich am Sai Nuan Beach 1 in der Banana Rock Bar! Leute! Wenn ihr auf Koh Tao seid, dann müsst ihr da unbedingt vorbei. Wirklich toll. Das Taxi ließ uns an einem etwas höher gelegenen Punkt raus, weil die Straße danach echt übel wurde. Zu Fuß war das aber auch gar kein Problem!

    

An dem Strand gab es auch echt tolle Bungalows (das Sai Thong Resort müsste das sein), die definitiv einen zweiten Blick wert wären. Echt toll!!!

    

Im Anschluss ließen wir uns – in Ermangelung eines Wassertaxis – wieder von einem Taxi am vorherigen Punkt abholen, welches wir übrigens problemlos in einem der Resorts am Strand rufen konnten.
Danach ging es noch auf ein, zwei Drinks an Mae Haad vorbei zum Sairee Beach, der am Abend echt übervölkert ist. Lauter junge Leute, gute Musik (wenn auch etwas verwirrend, da in jeder Bar eine andere) und eine Menge Feuershows!!! Auf dem Weg zum Strand kann man außerdem auch noch ein bisschen Shoppen oder sich von kleinen Fischen die Füße weich kauen lassen. Habe selten so gelacht, weil ich ein absolutes Problem mit unkontrollierbaren Berührungen an meinen Füßen habe. Das war ein bisschen wie Folter und ich brauche das auch nicht so Bald wieder. Haha!
  

Am letzten Tag und nach einem wunderschönen letzten „Flug“ durchs Riff hieß es dann Abschied nehmen von der Calypso-Crew. Da war auf jeden Fall ein bisschen Wehmut im Spiel aber natürlich auch genügend Vorfreude auf Koh Phangan.
Es ging zurück nach Mae Haad, wo sich das Lompraya Pier befindet. So unproblematisch wie auch schon bei der Anreise ging es auch hier wieder! Tickets gekauft und dann eben auf den Catamaran warten.

Ach Koh Tao!!!! Dich werde ich sicher nicht zum letzten Mal besucht haben! Auf ganz Bald!

Tag 4 bis 9 Pt. 1- Koh Tao: Open Water Tauchschein in der Tanote Bay

Von vorn herein war klar, die Zeit auf Koh Tao würden wir vordergründig für den Tauchkurs in der deutschen Tauchschule Calypso nutzen. Und mit diesem Plan liegt man auf einer kleinen Insel wie der Schildkröten-Insel, die als einer DER Tauchspots im Golf von Thailand schlechthin gehandelt wird, voll im Trend! Im Vorfeld stand ich bereits per Mail mit den Ansprechpartnern der Schule in Verbindung, um Ihnen unser etwaiges Ankunftsdatum mitzuteilen. Über diesen Kontakt konnten wir auch direkt unseren Bungalow im Family Tanote Bay Resort reservieren – super praktisch!
img_0533 Wie ich bereits schrieb, hatte ich mich bereits von Deutschland aus informiert. Meine beste Freundin hatte außerdem bereits letztes Jahr das Vergnügen und war total begeistert! Insofern fiel mir die Wahl der Schule nicht besonders schwer.
Für 11.000 THB – umgerechnet sind das in etwa 270€ – sollten wir nach 3 1/2 Tagen Lehrgang den CMAS 1 Stern Tauchschein in den Händen halten. Ich war mehr als gespannt. Am 06.04. sollte es dann losgehen – und zwar erst einmal mit Theorie. Ist natürlich schwer, sich bei dem geilsten Wetter und vor überwältigender Kulisse auf Fakten zu konzentrieren aber Haik unsere Tauchlehrerin hat das wirklich super gemacht. Im übrigen fand ich es sehr beruhigend zu wissen, dass die Schule wert darauf legt, Wissen persönlich zu vermitteln und nicht – wie viele andere es inzwischen wohl tun – den ‚Theoriekram‘ über die Vorführung eines Lehrvideos abwirtschaften. Es schön, als läge es allen Teammitgliedern am Herzen, ihren Schülern eine Sichtweise auf den Tauchsport – seine tollen aber eben auch gefährlichen Seiten und vor allem auch die Verantwortung unsererseits für die Erhaltung natürlicher Lebensräume, in die wir da eindringen, mitzugeben! Dieses Verantwortungs-bewusstsein und die Leidenschaft für diesen Sport hat mich und auch alle anderen Einsteiger sehr mitgerissen und begeistert!
Nachdem wir nun also den ersten Tag zur Hälfte mit der Theorie verbrachten, durften wir dann um die Mittagszeit herum das erste Mal in voller Montur ins Wasser. Im ersten Moment war es total seltsam, über den Regulator zu atmen aber man gewöhnt sich recht schnell dran finde ich! In den Folgetagen teilte es sich ähnlich auf wie am ersten! Erst Theorie, dann ging es mal 2- oder 3 Mal ins Wasser. An Tag 3 schrieben wir dann noch einen kleinen multiple Choice Test und Tag 4 drehten wir eine größere Runde durch das Hausriff!

Leute ich kann nichts mehr empfehlen als diesen Tauchkurs! Der war wirklich jeden Cent wert!

Tag 4 – reif für die Insel

Nach 3 Tagen in einer riesigen Stadt wie Bangkok die einen mit einer Jahresmitteltemperatur von 32 Grad mehr als nur den Schweiß auf die Stirn treibt, waren wir doch ziemlich froh über unsere Weiterreise gen Koh Tao. Bereits in Deutschland hatten wir bei Nok Air einen Flug nach Chumphon gebucht. Im Paket enthalten waren auch ein Transfer zum Lompraya Pier und die Fähre nach Koh Tao. Aber von vorn! Um kurz nach 3 Uhr morgens ging es für uns vom Hotel zum Don Muang Airport in Bangkok mit einer – oh mein Gott oh mein Gott oh mein Gott – Propellermaschine nach Chumphon. Ich verkneife mir mal das Wort Airport in Verbindung mit Chumphon. Habe selten einen so entspannten Flugplatz gesehen. Da wäre ich auch gern Lotse.

Im Vorfeld war mir etwas flau beim Gedanken an diese Transfer-Geschichte. Ich hatte mir den – nun sage ich es doch – ‚Airport‘ größer vorgestellt und machte mir Sorgen, dass wir zeitlich ins Straucheln kommen würden und die Fähre nicht schaffen! Aber weit gefehlt. Innerhalb weniger Minuten hatten wir unsere Rucksäcke und es war noch Zeit genug in bequemere und luftige Klamotten zu springen! Noch eben das W-Lan genutzt um zuhause in Deutschland ein Lebenszeichen zu geben und dann machten wir uns gemütlich auf den Weg hinaus in Richtung Parkplatz. Kaum dort angekommen würden wir auch schon abgefangen und zu einem Kleinbus gebracht, der sich doch tatsächlich als unser Transfer zum Lompraya Pier entpuppte. Also besser hätte das gar nicht klappen können und um kurz nach 8 Uhr -nach einer knappen Stunde Fahrt -erreichten wir den Ableger.      Ich kann überhaupt nicht in Worte fassen wie großartig ich mich dort schon fühlte. Dieses Wetter! Dieses Wasser! Dieses Gefühl von absoluter Entspannung. Da störten uns auch die 5 Stunden Wartezeit nicht mehr, die sich aufgrund der schnellsten Abwicklung eines Transfers dem ich beiwohnen durfte, ergeben hatten.
Irgendwann – das müsste so gegen 12:15 Uhr gewesen sein – kam endlich der Katamaran und brachte all diese unwahrscheinlich braun gebrannten Menschen von den Inseln und – das typische bunte Bändchen am Rucksack, welches unsere Zielinsel kenntlich machte – duften wir schließlich rauf aufs Boot! Von der ungefähr zweistündigen Fahrt bekam ich peinlicherweise nur eine 30 Minuten mit und danach schlief ich ein! Es gibt Menschen denen vom Wellengang schlecht wird … Ich schlafe ein. Nun ja. Habe mir schwören lassen, dass es sowieso nichts mehr zu sehen gab. Glaube das mal! Als Koh Tao aber in Sicht war, wich auch meine Müdigkeit.

Bevor wir am eigentlichen Pier auf Koh Tao anlegten, machte der Katamaran noch einen Stopp bei der vorgelagerten Insel Koh Nang Yuan, die wahrscheinlich jeder schon auf irgendeiner Karte gesehen hat. Eine Sandbank in Türkis blauem Wasser, die 2 kleine Berge miteinander verbindet… Also ich muss sagen, als ich den Ort dann sah, fand ich ihn – überlaufen von tausenden Menschen – gar nicht mehr so paradiesisch wie auf den vielen Bildern im Internet. Dort jedenfalls stiegen gefühlte Hundertschaften zu und es ging weiter zum Pier von Koh Tao, wo uns weitere Hundertschaften an Taxifahrern auflauerten. Es fühlte sich ein wenig nach Viehtrieb an. Mit einem fuhren wir zur Tanote Bay! Abenteuerlich! Auf der Ladefläche eines Geländewagens (ohne die geht auch nichts dort!!!!) ging es steil nach oben und steil hinunter. Kurzzeitig war ich mir nicht sicher, ob ich das Meer auf der anderen Inselseite noch erblicken würde aber no risk no fun oder wie sagt man?      Die Bucht haben wir uns übrigens aus einem ganz bestimmten Grund ausgesucht! Dort findet sich nämlich die deutsche Tauchschule ‚Calypso‘, in welcher wir den CMAS 1* Open Water Schein machen wollten. Ich hatte bereits aus Deutschland Kontakt mit den Guides aufgenommen und da angekommen verabredeten wir den nächstmöglichen Starttag. In 2 Tagen sollte es losgehen!

Tag 3 – Weekend Market und Goldener Berg / Bangkok 

Man braucht es eigentlich gar nicht erst zu versuchen, beschreiben, wie dieser Ort aussieht, riecht und klingt! Es ist schier unmöglich! Und deswegen bin ich auch so froh, dass ich mir das Spektakel anschauen konnte. Da wir über ein Wochenende in Bangkok waren, musste natürlich eine Runde über dem Chatuchak Weekend Market gedreht werden. Leider ist es mir nicht gelungen, den Markt bildlich einzufangen. Manchmal will es einfach nicht klappen und man denkt sich bei jedem Foto, dass das was man sieht, viel bunter, lebendiger und schöner ist, als das Abbild auf dem Kameradisplay. Meist entscheide ich mich dann dafür, einfach zu genießen und die Kamera beiseite zu legen. Nur ein paar wenige Fotos in einem kleinen Kaffee ( das Viva 26 ) mittendrin sind entstanden – hier eins davon.

Der Markt unterteilt sich in viele verschiedene Themenfelder – Kleidung, Schmuck und Schuhe aber auch Haushaltsartikel, Lebensmittel, Tierbedarf und viele weitere. Es ist einfach ein Erlebnis darüber zu schlendern und verdient definitiv einen Vormittag Zeit, wenn man Bangkok besucht! Allerdings läuft man auch Gefahr bei all den Eindrücken und Waren in tausendfacher Menge den Verstand zu verlieren. Irgendwann wurde es uns zumindest doch zuviel! Deswegen machten wir uns schließlich nach einer Portion ‚Mango sticky rice‘ und gefühlten 10km Fußmarsch auf in Richtung Tempel des goldenen Berges – auch Wat Saket.
Dieser Ort ist ebenso sehenswert wie der Markt am Vormittag! Obwohl es echt heiß war und es einige Stufen zu überwinden galt, konnten wir den Aufstieg (79 Meter sind jezt auch nicht die Welt) sehr entspannt hinter uns bringen, weil das Areal echt super angelegt ist! Viel Schatten und viel Wasser. Nicht nur in Gestalt von Wasserfällen sondern auch als von oben kommender Sprühnebel! Wirklich toll!
Oben angekommen, hatten wir einen wahnsinns Ausblick auf Bangkok! 360 Grad unverbauter Blick!!! Und in einer Stadt wie Bangkok will das echt etwas heißen.
Nach diesem tollen Blick über die Stadt fuhren wir mit dem Wassertaxi zurück in Richtung unseres Hotels! Auch das übrigens eine Sache, die man wie ich finde unbedingt gemacht haben sollte! Auf diese Weise nämlich erlebt man Bangkok hautnah. Während der doch schon recht rasanten Fahrt durch die teils schmalen und dann wieder breiter auslaufenden Kanäle erhält man Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen.

Tag 2 – Zu Besuch in Bangkoks Tempeln

Tag 2 in Bangkok führte uns über den Chao Praya zum Grand Palace und zum Wat Pho. Aber eins nach dem anderen! Zu allererst hatten wir das Vergnügen mit einem der vielen Tuktuk-Fahrer – leider einer von denjenigen, die Schneider und Schmuckhändler anfahren. Einmal im Tuktuk haben wir es uns dieses eine Mal gefallen lassen. Leider brachte er uns dann auch nich an den von uns gewünschten Ort aber gut! China Town war auch ganz toll. Von da an  stiegen wir in kein Tuktuk für 40THB mehr und gut war’s!

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Mehr oder weniger durch Zufall übrigens (wir trafen einen sehr netten Thai an einer Kreuzung der uns ansprach und ein paar wirklich nützliche Tipps zur Tagesgestaltung gab) fanden wir eine Ablegestelle für Longtailboote, die für eine Stunde eine kleine Tour auf dem Chao Praya und einem der abführenden Kanäle drehen. Vom Boot aus konnte man sich gut orientieren und ganz praktisch war auch, dass wir so (ohne dann enttäuscht davorstehen zu müssen) bereits den leider eingerüsteten Wat Arun entdeckten. Ein bisschen schade aber so bleibt noch das ein oder andere Ziel fürs nächste Mal!


Zur Bootstour lässt sich sagen, dass es für das erste Mal Bangkok schon eine ganz nette Sache war. Es gibt dort keine Uferpromenade und so bekommt man mal Gelegenheit (abgesehen von Fahrten mit dem Wassertaxi) sich die am Ufer erbauten Häuser anzusehen und ein bisschen historisches Bangkok zu erleben. Ich fand es sehr spannend! Wenn ich das nächste Mal da bin, dann fahre ich bestimmt noch auf einen der schwimmenden Märkte! Das ist sicher auch total interessant.

Für diesen Tag aber standen vermutlich DIE Hauptadressen für Touristen in Bangkok auf unserem Plan. Na? Wer will raten? Grande Palace und Wat Pho natürlich. Auf letzteren mit seinem großen liegenden Buddha war ich besonders gespannt! Los ging es für uns am Grand Palace, der es uns erst einmal schwierig machen wollte. Ich hatte mir schon extra einen langen Rock angezogen und ein Tuch mitgekommen, damit ich meine Schultern bedecken kann. Das reichte der strengen Frau am Einlass jedoch nicht! Die schickte mich wieder ganz nach vorn. Glücklicherweise sind die Thailänder ja bestens organisiert und es gab die Möglichkeit sich für 200THB Pfand die passenderen Klamotten leihen. Ein bisschen eklig ist das zwar schon, wenn man bedenkt, wieviele Leute da täglich bei übler Hitze reinschlüpfen und raus’schmatzen‘, aber gut! Alles für die kulturelle Bildung! Leicht ärgerlich machten mich dann allerdings die ganzen knapp gekleideten Asiatinnen, die wohl so gar keinen Anstoß mit ihrer Outfitwahl erregt hatten am Einlass.

img_0334  Auf diesem wirklich großen Gelände hätte man tagelang schauen können. Die Anlage erschien mir zwischenzeitlich wie ein großer Irrgarten. Überall diese eindrucksvollen Gebäude. Irgendwann aber mussten wir uns der Hitze geschlagen geben. Es ist einfach nicht möglich bei guten 33Grad und feuchter Luft lange am Stück bei der Sache zu bleiben. Und selbst wenn doch, dann treibt dich der Durst irgendwann (wenn deine Trinkvorräte die kochenderweise im Rucksack mitwandern aufgebraucht sind) in Richtung der nächsten Bar.
Nach einer kurzen Pause ging es dennoch weiter zum Wat Pho mit seinem riesigen liegenden Buddha.
img_0388-1Natürlich habe ich schon zuhause viel darüber gelesen aber als ich so davor stand, war das noch einmal etwas ganz anderes. Auch die aufgereihten Buddha Figuren und Schreine auf dem weiteren Gelände sind definitiv einen Besuch wert! Hier übrigens waren die Kleidungsregeln schon wieder sehr gelockert und mein Tuch reichte völlig aus!

Ursprünglich hatten wir geplant auch den Wat Arun noch anzuschauen. Wie bereits erwähnt, war dieser aber leider gerade von einem Gerüst verdeckt, sodass wir uns den Besuch also sparten. Auch unsere zunehmende Mattheit (jaja man wird eben nicht jünger) lähmte uns und wir entschieden, lieber einen Abstecher zur Khaosan Road – DER Backpacker-Meile schlechthin – zu machen. Im Vorfeld hatte ich einiges darüber gelesen und deswegen musste die auch auf die to-see-Liste aber irgendwie kann ich diese Belobhudelei so gar nicht teilen. Klar! Man spürt förmlich die Reiselust und Neugierde wenn man auf ihr läuft bei all den jungen Menschen. Und es ist ganz spannend sich mal für ein Bier oder ne Coke dazuzusetzen und zu beobachten! Aber ich bin mir sicher, dass es in Bangkok ein paar mehr von dieser Art Straßen gibt und vielleicht sogar die ein oder andere charmantere?! Dazu noch etwas zum Abschluss: vielleicht mag ich sie auch nicht ganz so gern, weil ich gelesen habe, dass große westliche Restaurantketten – nennen wir das Kind beim Namen, die einschlägigen Fastfood-Giganten – die kleinen Backpacker-Unterkünfte und Thai-Restaurants verdrängen. Das nimmt den ganzen einfach den Charme und bedroht Existenzen! Vielleicht also stimmen die Schwärmereien also doch, passen nur leider nicht mehr zur jetzigen Realität.

Tag 1 – auf geht’s nach Bangkok     

Wie versprochen kommt heute nun der erste Teil meines kleinen Reiseberichts zum Thailandtrip. Begonnen hat alles mit einem recht entspannten Flug mit Qatar Airways über Doha nach Bangkok. Wer aus Angst vor langen Flügen eine Reise nach Südostasien ausschließt, den kann ich beruhigen, die zwei durch den Zwischenstopp entstandenen 5 Stunden Flüge sind durchaus gut zu ertragen und die Flugzeuge waren mit sämtlichem Klimbim ausgestattet, sodass die Zeit fast schon zu kurz erschien, um alles einmal zu nutzen. First World Problems … Ja!

Angekommen in Doha hatten wir ein bisschen Aufenthaltszeit, was sich bei dem Flughafen durchaus lohnt, denn da gab es den ein oder anderen netten Shop und auch witzige Installationen, wie diesen Psychoteddy! Weniger schön war der Schock, der uns traf als wir versuchten Geld abzuheben. Ich wusste von Freunden, dass auch meine Maestro Karte problemlos funktionieren müsste (hatte nur zwar eine Mastercard bestellt, die auch kam, jedoch fehlt mir bis heute der Pin) aber weder die noch die Mastercard von meinem Freund taten das was sie sollten. Super! Da standen wir also mit rund 200€ Bargeld in der Tasche und konnten nur hoffen, dass sich unsere aktuelle Finanzsituation nur auf Doha beschränkt. Zum Glück war das auch so! Demnach: fährst du nach Thailand dann spar dir das Geld für die Visa! Die Transaktionsgebühren halten sich mit 200THB (ca. 5€) für 10.000THB (ca. 260€) auch gut in Grenzen! Und damit kommst du  wie in meinem Fall beim Backpacking ein gutes Stückchen aus.

Nachdem wir also glücklich und ‚bescheint‘ (riesig sind diese Baht-Scheine) den Bangkoker Flughafen verlassen hatten, ließen wir uns für 300THB zum Hotel bringen. Übrigens gar nicht so einfach wie gedacht! Denn einfach wen ansprechen läuft da nicht! Man muss an einem eigens dafür eingerichteten Automaten ein Ticket ziehen – hab mich ein bisschen gefühlt wie im Bürgerbüro meiner Stadt! Das Ticket zeigt dann die Nummer des Stellplatzes und zu dem geht man dann. Bestens organisiert die Thais! Das soll sich durch den gesamten Urlaub ziehen anbei bemerkt! Nun ja. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde und ich hab mir Bangkok nur halb so riesig vorgestellt wie die Stadt die da an meinen Augen vorbei zog! Unglaublich viele Menschen und demzufolge auch unglaublich viel Verkehr! Einen Mietwagen empfehle ich keinem! Und das nicht wegen des Linksverkehrs! Das ist definitiv das kleinste Problem in diesem scheinbar regellosen Gewühl! Aber als Beifahrer machte es Spaß!

Von Anfang an war unser Plan, in Bangkok selbst eins der tolleren Hotels zu buchen, bevor es auf den Inseln mit den ja eher simplen Unterkünften (so dachte ich) losgehen würde. Unbezahlbar dieser Blick aus dem 32. Stock! Vor allem bei Nacht! Viele der Hotels haben übrigens einen Pool in mittlerer Höhe, der dann meist noch von Bäumen und Blumen umrahmt ist.

Nach fast 24 Stunden ‚Anreise‘ (ich rechne hierbei ganz dramatisch ausgehend von unserer Aufstehzeit) waren wir nicht mehr zu viel zu gebrauchen. In dem Viertel in welchem unser Hotel stand haben wir uns aber dennoch ein bisschen umgeschaut.  Dominiert wurde es auf jedenfall durch die drei RIESIGEN Malls, in denen wir uns aber nur sehr kurz aufgehalten haben, weil man das Gefühl hatte, bei all dem ÜBERangebot verrückt zu werden. Draußen tausende neuer Eindrücke und drinnen noch viel mehr! Nee danke! Nicht am ersten Tag vor allem!

snapseed Kleiner Tipp aber – im Erdgeschoss des Siam Paragon (eine der drei fetten Malls) findet sich eine riesen Fressmeile die von traditioneller thailändischer Küche über Streetfood bishin zu europäischer Küche alles bündelt! Auch da – für meinen Geschmack zuviel Auswahl aber es ist dennoch einen Blick wert wie ich finde! Ansonsten gestehe ich, sind wir früh schlafen gegangen (ein Wunder bei den lautstark streitenden Asiaten im Zimmer neben uns, bei denen neben Türen auch Teile des Inventars flogen). Morgen gibts dann mehr von dem Folgetagen!